09 Okt

5 Tipps für Pinguin sichere Links

Google wird immer besser darin, den klassischen Link-Building Agenturen und SEO’s durch algorithmische Updates der Suchmaschine auf die Schliche zu kommen. Dabei wird der Algorithmus so verfeinert und justiert, dass er Manipulationen im Backlinkbereich aufdeckt und abstraft. In diesem Zuge sind vor allem die als „Google Pinguin Updates“ bekanntgewordenen großen Änderungen ein Alptraum für viele Webseiten, die sich in ihren Tätigkeiten im Bereich der Suchmaschinenoptimierung vor allem auf Backlinks konzentriert haben.

Daher kommt immer wieder die Frage auf, worauf man denn in Post-Pinguin Zeiten im Backlinkaufbau achten sollte. Vorweg: Ein universelles Konzept, dass auf jede Webseite und jedes Projekt passt gibt es nicht, aber es gibt ein paar grundlegende Dinge, die man auf der Agenda haben sollte, um zukünftig besser im Backlinkaufbau aufgestellt zu sein.

Backlinks Richtig Aufbauen

Qualität vor Masse – Viel hilft nicht immer viel

Dies sollte eigentlich jedem bewusst sein, denn unter der Quantität leidet oftmals die Qualität. Dennoch kommt es immer wieder gerade bei den Firmen vor, die SEO und somit den Backlinkaufbau outsourcen, dass die Masse der Links als Maßstab und Instrument zur „Leistungskontrolle“ vom Suchmaschinenoptimierer gefordert wird. Meist mit verheerendem Ausmaß, wie sich seit den letzten Pinguin Updates herausgestellt hat.

Doch die reine Anzahl der erstellten Backlinks ist keine KPI, an der gute SEO Arbeit gemessen werden sollte. An dieser Stelle muss deutlich umgedacht werden und an neuen Ansätzen für Qualitätskriterien der Backlinks gearbeitet werden. Es gibt viele Herangehensweisen, aber welche nun die richtige ist, sollte jeder für sich und seinem Unternehmen beurteilen. Generell kann man sich immer die Frage stellen, ob der Link für einen potentiellen Google-Quality-Rater wirklich natürlich entstanden wirkt (macht es Sinn, den Link an dieser Stelle mit diesem Linktext zu haben oder wurde er nur eingebaut, weil er da unbedingt rein musste). Eine zweite Kernfrage ist, ob der Link in diesem Kontext auch geklickt wird und den Besuchern dann auch weiterhilft. Ein guter Backlink sollte auch immer Traffic bringen!

Typischer Sichtbarkeitverlust bei Google Pinguin Update Opfern, Hervorgerufen durch schlechte Backlinks:

Pinguin Update Opfer durch Schlechte Backlinks

Ist der Content einen Backlink wert?

Auch immer wieder spannend ist es sich selbst zu fragen, ob die Webseite bzw. der Content wirklich gut genug ist, um auf die eigene Webseite zu verlinken. Wenn man zum Entschluss kommt, die Linkquelle lieber nicht den Freunden zu zeigen, weil der Text so schlecht ist oder ähnliches, dann ist diese auch keinen Backlink wert.

Achte immer darauf, dass die linkgebende Seite wirklich thematisch zu deiner Webseite passt. Man sollte sich bei den Backlinks im Idealfall immer im passenden Themen-Cluster bewegen. Wie oben bereits erwähnt, ist die Qualität (Einzigartigkeit, Mehrwert etc.) der Texte enorm wichtig, getreu dem Motto: je besser der Text, desto wertvoller der enthaltene Link. Denkt immer an die Prämisse: „Content is King!“

Vielfalt der Linktexte

Auch was die Linktexte (Anchortext) angeht, ist es wirklich an der Zeit, die alten und verstaubten Ansichten aufzufrischen. Früher wurden immer wieder die gleichen Linktexte eingesetzt, um für ein bestimmtes Keyword gut zu ranken. So wurden zum Beispiel oft Backlinks mit dem Linktext „Schuhe günstig kaufen“ gesetzt, um mit dieser Kombination dann auf einen der obersten Positionen bei Google zu ranken.

Aber sind wir mal ehrlich, wer verlinkt schon mit solchen harten und werbenden Worten auf eine Webseite? Tut man das wirklich auf natürliche Art und Weise? Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand: Nein. Diese Art des Verlinkens ist einfach unnatürlich und fällt sowohl schnell algorithmisch bei Google auf, als auch bei einer manuellen Kontrolle. Kurz um: Backlinks die so überoptimiert werden, sind a.) nicht zielführend und b.) grob fahrlässig in Post-Pinguin Zeiten.

Mein Tipp: Legt Wert auf natürliche, saubere und vor allem abwechslungsreiche Linktexte. Stellt euch hier immer wieder die Frage: „Wie würde ich als unbefangener Blogger/Webseitenbetreiber, der von SEO keine Ahnung hat, auf die Webseite verweisen, wenn ich sie empfehlen würde?“. Wer jetzt an die Brand oder an die URL als Linktext denkt, ist auf dem richtigen Weg.

Verlinkt den Content

Ja, eure Startseite ist wirklich schön. Es ist sehr häufig die Seite, in der die meiste Zeit investiert wird, damit sie auch schön ausschaut – aber bitte doch den Content nicht vergessen. Viele Webseiten beschäftigen sich damit, dass die eingehenden Links überwiegend auf die Startseite zeigen. Klar, diese Links sind wichtig und stärken die Brand und somit die gesamte Domain. Aber Achtung, ein Backlink ist wie eine Empfehlung und wenn was auf natürlichem Wege empfohlen wird, ist es doch meist ein bestimmter Inhalt, oder? Also verlinkt auch die spannenden Inhalte, die sich in der Tiefe eurer Webseite befinden, denn auch das wirkt natürlich!

Der Googlebot tastet sich über kurz oder lang durch alle Links, die auf eurer Seite zeigen. Verteilt also die Linkpower und somit den Trust über die gesamte Seite. Achtet dabei auch, dass diese (wichtigen) Seiten besser zu erreichen sind und schafft Euch somit gut Hubpages (Verteilerseiten) in Eurer Webseiten-Architektur. Diese wiederum vererben den Trust dann in die darunter liegenden. Verlinkt also überwiegend dahin, wo der Content liegt und baut diese zu Hubpages.

Nutzt Social-Media-Kanäle

Wir bewegen uns in der Zeit des Social-Webs. Die größten und erfolgreichsten Webseiten bieten überwiegend soziale Interaktionen an. Es ist daher nur konsequent, auch Social-Media-Kanäle für den Linkaufbau zu nutzen. Nicht nur um Backlinks (Verweise, Empfehlungen) und Social-Signals auf den Plattformen zu erzeugen, sondern auch, um auf dem hoffentlich guten Content auf eurer Webseite aufmerksam zu machen.

Wenn eure Inhalte den Nutzern einen Mehrwert bietet, werden sie ihn zum einen auch meisten teilen, liken und somit in den Social-Media-Kanälen wie Facebook, Google+, Twitter, Xing, Pinterest, LinkedIn, Instagram und Co. verteilen. Dadurch schafft ihr noch mehr Reichweite und bekommt noch mehr Besucher. Kurzum: Google nimmt Euch viel besser wahr.

Aber der wichtigste Aspekt an dieser Thematik ist, dass unter all den Nutzern auf den Social-Media-Plattformen auch viele Blogger, Webseitenbetreiber und Redakteure sind, die euern Content auch freiwillig verlinken, wenn dieser sehr gut ist. Somit werden zusätzlich neue und vor allem natürliche Backlinks generiert, die Euch wirklich helfen, in den SERPs nach oben zu klettern, ohne Angst vor dem nächsten Pinguin Update zu haben!

Das Backlink Fazit:

Versucht möglichst natürliche Links aufzubauen. Setzt euch Ziele und überlegt euch genau, wie ihr für euren Bereich die Qualität von Backlinks einstuft: Gute Links in Töpfchen, schlechte Links ins Kröpfchen). Versucht die links immer wieder zu hinterfragen und vergesst nicht; dass sich gute Links lohnen, auch wenn es manchmal etwas Zeit kostet sie zu akquirieren.

Wie sind Eure Ansichten und Methoden, in Post-Pinguin Zeiten Backlinks aufzubauen und zu kontrollieren? Woran macht ihr einen guten/schlechten Backlink fest? Welche Tools nutzt ihr? Ich bin auf Eure Anmerkungen sehr gespannt.

12 Gedanken zu „5 Tipps für Pinguin sichere Links

  1. Schöner Artikel – Gute Zusammenfassung !

    Hoffentlich geht es im „nächsten Teil“ deines Artikels um „5 Möglichkeiten an gute Backlinks zu kommen in den Post-Pinguin Zeiten“ ;-)

    • Hehe Danke, im nächsten Artikel nicht direkt, aber sicher in nächster Zeit auch das mal, wobei man sich aus den kleinen Tipps mit etwas Kreativität bestimmt auch den ein oder anderen guten weg einfallen lassen kann.

      Klar der Backlinkaufbau ist nicht mehr so leicht, aber er lohnt sich wenn man ihn vernünftig macht um so mehr ;-)

  2. Sehr gute Tipps. Guter Linkaufbau ist zwar oft sehr zeitaufwendig, aber wenn man dann später die Results sieht ist er auch jede Minute wert. Dafür muss man natürlich auch als Seo das Thema der Webseite / des Kunden verstehen und darf da nicht nur an der Oberfläche kratzen.

  3. Hey Simon.

    Vielen Dank für deine Tipps für ein gesundes und natürliches Linkbuilding.

    Leider hat Pinguin bei einigen einen „Totalschaden“ verursacht. Doch immerhin gibt es etlich Möglichkeit, um sein „Branding“ im Web abzugeben und natürliche Spuren zu hinterlassen.

    Backlinks sind wirklich zeitaufwändig und eine besondere Geduldfrage. Doch ich rate immer, sich mindestens für zehn qualitative Backlinks genügend Zeit zu nehmen. Wenn man diesen Vorgang mehrmals die Woche wiederholt, kommen in drei Monaten wirklich viele Backlinks im Internet zusammen, die von deinem Blog ausgehen.

    Ich nutze Twitter und Google für meine Linkbuilding Aufgaben und Backlinks.
    Wie ich das mache zeige ich deutlicher im folgenden Beitrag.
    > h**p://blog-dein-geld-im-internet.blogspot.de/2013/10/linkbuilding-bei-der-off-page.html

    Eine weitere Möglichkeit ergibt sich auch über Google Alerts. Da ich dadurch immer neue themenrelevante Inhalte im Internet finde, die aktuell sind.

    Aber auch Facebook, Pinterest und Google + geben wichtige „Social Signals“, die für die Suchmaschinen relevant sind.

    Also das Feld ist riesig und muss dementsprechend bedacht angegangen werden.

    Lieben Gruß
    güngör

    • Hallo Güngör,

      nein da muss ich dir erst einmal leider widersprechen, das Google Pinguin Update hat keinen Totalschaden verursacht, da es „nur“ eine Algorithmus Änderung ist und kein Penalty oder Ausschluss aus den SERP’s. Dies muss man erstmal ganz grundlegend Beachten und verstehen.

      Dann muss man bedenken das eine rein Algorithmische Abwertung von Links und somit Änderung der Platzierungen kein Totalschaden darstellt und durch „einfache“ Beseitigung von Negativ Faktoren wieder reanimiert werden kann, wenn man Sauber arbeitet kann eine Domain danach sogar besser dastehen als zuvor.

      Wenn man sich für „zehn qualitative Backlinks“ dann „mehrmals die Woche wiederholt“ angeblich „viel Zeit nimmt“ um „wirklich viele Backlinks“ zu Bekommen in kurzer Zeit, scheint es mir das dies nicht zu den dingen Zählt die man unter wirklich guten Backlinks versteht die Zukunftssicher sind. Vielleicht sollte ich in einem weiteren Blog Eintrag noch wesentlich Deutlicher darauf eingehen wie man Qualität bei Links im Idealfall Definieren sollte.

      Nun aber mal Klartext nur das wir uns verstehen:
      Da ich hier im Blog gerne Do-Follow Links zulasse zu Seiten in denen ich ein Mehrwert sehe von Leuten die gute Kommentare hinterlassen, nehme ich mir aber auch die Freiheit raus Links zu entfernen wenn mir ein Link zu sehr nach Spam ausschaut, dies ist leider auch bei deinem Kommentar der fall. Vielleicht klappt es ja ein anderes mal mit einem Link von einer meiner Domains zu dir wenn ich das Gefühl habe das du weiter denkst und verstehst wie das Richtig funktionieren müsste mit den Links für die man sich Zeit nehmen sollte ;-)

      Das ist wirklich nichts gegen Dich Persönlich oder so!

  4. Wow sehr guter Artikel. Seit dem ersten Penguin Update 2012 habe ich meine Lehren gezogen und setze kaum noch Links sondern investiere meine Zeit lieber in nützlichen und interessanten Inhalt. Braucht zwar seine Zeit, aber denke das dürfte der bessere Weg sein.

  5. Noch ein Tipp bezüglich „Vielfalt der Linktexte“:

    Die „großen“ wie Amazon und ebay ranken ja teils wie die Pest derzeit und die haben ein wirklich sehr natürliches Linkprofil.

    Das ist jetzt keine Aufforderung 19Mio Links zu setzen( ;) ), aber man sieht in etwa, welche Art von Linktexten im Durchschnitt vom Ottonormalnutzer so genutzt werden und kann sich ein wenig daran orientieren.

    Erstaunlich ist übrigens bei diesen beiden großen Seite die Menge der eingehenden Sitewide Links (34% bzw. 44 %) – Relikte aus alten Tagen ?

    • Hallo Stephan,

      man muss dabei aber auch bedenken das diese Großen Seiten, einen gewaltigen Big Brand Bonus haben. Google will und kann es sich auch nicht leisten, diese Webseiten nicht zu Ranken, denn google möchte für den Benutzer eben das beste Ergebnis.

      Suchst man nach „Bücher“ bei Google, erwartet man eben Amazon, Thalia, Hugendubel und Bertelsmann vorne, fehlen diese Seiten mit „hohem Trust“ fängt man unterbewusst an die Qualität der Suchergebnisse in frage zu stellen, denn der Selbstbeweis der Qualität würde fehlen.

      Bei so großen seiten lässt sich das schwer unterbinden das Sitewide links auftauchen, vor allem wenn man eigene Affiliate Programme betreibt. ;-)

      • Der Brand-Bonus ist mir bewusst ;) Das will ja auch irgendwie jeder von uns erreichen. Dennoch sieht man einige sehr natürlich wirkende Links, wenn man sich mal durch das Linkprofil wühlt. Und es ist ja auch nur ein Ansatz ;)

        Zum Thema „Qualität“:
        Gelegentlich sollte Google es sich aber leisten, die Großen nicht zu ranken. Ich sehe zig Treffer von Amazon in den SERP, in denen die Produkte den Status „nicht verfügbar“ haben. Da sage ich nur: Danke für nichts!

        Und 4 mal Amazon auf der ersten Seite, gefolgt von ebay.de dann kleinazeigen.ebay .de und einkaufstipps.ebay .de halte ich persönlich nicht für das „beste Ergebnis“.

  6. Danke für den Tipp die Unterseiten auch zu verlinken, war da zwar schonmal dran habs aber schleifen gelassen. Werde mich da jetzt mehr drum kümmern vg

  7. Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen uns mitteilt. Danke dafür.
    Gruß Karin

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