22 Okt

Google Project Shield und Co.

Heute hat uns Google mal wieder mit einer neuen Produktankündigung beglückt. Das neue Produkt trägt den klangvollen Namen „Project Shield“. Google selbst sieht „Project Shield“ als Initiative, um es Webseitenbetreiber zu ermöglichen, sich mit Googleeigener Technologie im Internet vor DDoS (Distributed Denial of Service ) Attacken zu schützen.

Google Project Shield

Googles Project Shield kann nur genutzt werden, wenn man eine spezielle Einladung durch Google erhält. Derzeit steht die Technologie noch nicht zur öffentlichen Verfügung bereit. Google wählt, nach eigenen Aussagen, nur vertrauensvolle Tester aus, die für das Project Shield ausgesucht werden.

Das Kernziel von Project Shield ist der Schutz der freien Meinungsäußerung im Internet, egal ob politischer, wirtschaftlicher oder gesellschaftskritischer Natur. Im Anfangsstadium wurden von Google nun vor allem unabhängige Nachrichtenseiten, Menschenrechtsorganisationen und Wahlbeobachter in „problematischer“ Umgebung ins Google Project Shield eingeladen. Ihre Webseiten wurden eingebunden, um sie so vor DDoS-Attacken abzusichern.

Google hat auf YouTube ein erklärendes Video zum Project Shield veröffentlicht:

Project Shield kombiniert den eigens von Google entwickelten und über Jahre erfolgreichen DDoS Schutz mit dem Page Speed Service (PSS), der ebenfalls aus dem Hause Google stammt. Somit wird der Content der Webseiten des Project Shields in die massive Google-Infrastruktur eingebunden und ist somit sehr sicher vor DDoS Angriffen und anderen Manipulationsversuchen von Dritten. Interessant dürfte Project Shield wohl vor allem für Webseitenbetreiber und Blogger aus dem Iran, China, Ägypten, Syrien, Afghanistan, Russland und anderen diktatorischen oder autoritären Staaten sein.

Wer nun vermutet, dass seine Webseite auch ein Kandidat für das Google Project Shield is, kann sich unter projectshield.withgoogle.com bewerben.

Zusätzlich hat Google noch eine Browsererweiterung für Google Chrome und Firefox vorgestellt, das Plugin heißt uProxy und ermöglicht es Freune und Bekannten die in Ländern mit repressiven Regierungen leben eine sichere verschlüsselte Internet Verbindung zu ermöglichen, so zusagen ein Internet „Tunnel“ nach außen zu bilden. Auch für Googles uProxy benötigt man derzeit eine Einladung.

Und als drittes wurde auch die „Digital Attack Map“ vorgestellt, eine Visualisierung von Google mit der DDoS-Angriffe in Echtzeit auf einer Weltkarte dargestellt werden können. Um dies auf die Beine zu stellen arbeitet Google mit Arbor Networks zusammen, so mit kann die „Digital Attack Map „ von Google auch historische angriffswellen aufzeigen.

Was haltet ihr von den neuen Google Ideen zur Verwirklichung und Sicherstellung von Freier Meinungsäußerung in Ländern mit repressiven Regierungen?

Wird es den Bloggern und Aktivisten Helfen oder wird es nur dafür sorgen das die Betreiber der Seiten noch stärker gejagt und verfolgt werden, anstelle sich der dem „abschalten“ der Webseiten zu widmen?

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